Als ich letztes Jahr auf der Via Alpina wanderte, «entdeckte» ich eine für mich ganz neue Region: die Waadtländer Alpen. Mein Besuch war leider nur kurz, aber was ich sah, gefiel mir und machte mich neugierig. Ich nahm mir vor, irgendwann hierhin zurückzukehren und vielleicht mehr als nur ein, zwei Tage lang zu bleiben. Mit der achttägigen «Tour des Alpes Vaudoises» hatte ich schnell ein passendes Projekt gefunden: Eine Rundtour, auf der man vom Rhone- ins Saanental und zurück läuft und dabei Orte mit klingenden Namen wie Leysin, Villars und Les Diablerets besucht. Das kam auf meine Bucket List, das wollte ich unbedingt mal machen, wenn ich Lust auf eine Woche Wanderferien in der Schweiz habe.
Also irgendwann. Dieses Jahr hatte ich mit Freunden schon Wanderferien in England gebucht, zudem googelte ich nach «Trekking im Balkan». Aber eine ganze Ferienwoche für Wanderurlaub in der Heimat hergeben? Ja, schon mal. Aber später.
Doch nun bringt dieses Covig-19 auch meine Reisepläne durcheinander. England ist No-Go-Area, auf eine Reise auf den Balkan verzichte ich auch lieber. Urlaub in der Heimat ist nun plötzlich nicht nur das Naheliegendste, sondern auch das Vernünftigste. Und für mich die Gelegenheit, einen Plan, den ich sonst aufschieben würde, gleich umzusetzen.
Also fahre ich in die Westschweiz und laufe los.