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Zu Fuss ans Mittelmeer

Etappe 9: Baceno–Domodossola

26,6 km • 5 h 30

Das war heute erwartungsgemäss ein entspannter Spaziergang dem Fluss Tosa entlang. Allerdings entdeckte ich drei Ärgernisse, die längerfristig zum Problem werden könnten:

  • Hunde. Wenn Hunde, die bellen, nicht beissen, dann ist man in Italien ja schon sehr sicher… Ich will jetzt Hunde nicht generell dämonisieren (naja, eigentlich schon), aber vielleicht gibt es ja auch den einen oder anderen Lügner unter ihnen. Also einer, der dann halt doch zuschnappt. Und vielleicht findet so ein Rotweiler auch mal ein Schlupfloch aus seinem Garten.
  • Schlangen. Nicht, dass ich eine gesehen hätte, aber genau das ist das Problem: Ich bin vollkommen paranoid und erwarte sie im Süden (für mich als Stadtzürcher: jenseits der Albispasshöhe) unter jedem Stein und hinter jedem Gebüsch. Es ist auch schon passiert, dass ich bei einem überwachsenen Pfad einfach rechtsumkehrt gemacht hab. Zum Beispiel heute.
  • Autos. Und die Strassen. Und die Beschriftungen. Als ich den Via Sbrinz kurz vor Domodossola abgeschlossen hab, wollt ich die gröbsten Verkehrstangenten grossräumig umwandern. Und hab mich verlaufen und bestimmt eine Stunde verloren und musste schliesslich dennoch einer trottoirlosen Schnellstrasse entlang – begleitet von gehässigstem Hundegebell. Das hat mich vielleicht gestresst!

Schade. Es wär sonst so schön gewesen!

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Postscriptum: Ich hab jetzt zwei kurze Etappen gemacht, aber wie ich heute Abend Gelati löffelnd durch die Fussgängerzone Domodossolas lief, wurde mir bewusst, dass ich komplett unterschiedlich Realitäten passiert habe. Vor zwei Nächten war ich in einem kleinen Walserdörfli völlig in der Pampa. Gestern auch total auf dem Land, aber immerhin mit ein bisschen Infrastruktur. Domodossola nun fühlt (fühlt!) sich im Gegensatz dazu wie eine richtige Stadt an, die Italianità ausströmt. Krasse Unterschiede auf kleinem Raum!