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Kochen & Essen

Drei. Könige. Kuchen.

Von links nach rechts: Meine Galette, der von Honold und der von Sprüngli

Wir sind ja erwachsen. Darum müssen wir am am sechsten Januar nicht in aller früh Kuchen essen, um einen König zu küren. Wir können bis zum Abendessen warten.

Dafür schneiden wir dann gleich drei Stück an.

Der unserer Meinung nach beste Dreikönigskuchen der Stadt ist jener der Confiserie Honold. Er enthält Pistazien, Berberitzen, weisse Schokolade und Kardamom. Unterm Jahr ist er in anderer Form als «Petit Pain à l’Oriental» erhältlich, man kann also stets Dreikönigstag feiern. Es lohnt sich!

Ein solider Klassiker ist der von Sprüngli. Solid, weil die einzelnen Brötchen eine feine Schicht Bittermandel- und Haselnuss-Masse enthalten. Edel, weil der Kuchen sich so keck in die Höhe streckt und sehr hübsch aussieht.

Vor ein paar Jahren habe ich von einem Ausflug ins Elsass eine «Galette des Rois», einen französischen Dreikönigskuchen, mitgenommen. Das war mal was ganz anderes: kein Hefegebäck, sondern eine feine Mandelmasse, umhüllt von Blätterteig. Dieses Jahr konnte ich den Kuchen nicht importieren und musste ihn selber gebacken. Mit den andern beiden konnte er qualitativ und optisch natürlich nicht mithalten. Fein war er trotzdem. (Das Rezept ist von Dorie Greenspan)

Heute Abend wurden übrigens nur zwei Könige gekürt: Mein WG-Kollege sowie unser Gast konnten jeweils eine Krone ergattern. Der französische Kuchen ist erst zur Hälfte gegessen, da steckt die den König kürende Mandel noch unentdeckt drin. Ich werd den wohl morgen verschlingen. Alleine.

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Kochen & Essen

Die fünf liebsten Festtags-Gerichte (2020 Edition)

Nachdem ich diesen Braten eine Woche lang in den Kühlschrank gesperrt hatte, war er so richtig sauer.

So viel Zeit wie heuer habe ich auch über die Festtage noch nie in der Küche verbracht! Was soll man auch sonst tun?! Dies sind die fünf Dinge, die am besten schmeckten und am meisten Spass machten:

  1. Ein Suure Mockä stand schon lange auf meiner Bucket List. Nun hab ich endlich mal einen gemacht. Volle sieben Tage lang habe ich den Braten im Rotwein und Essig eingelegt und dann sanft gegart. Als ich in das Fleisch biss, war es genauso, wie ich es mir erhofft hatte. Einfach noch besser!
  2. Ich bin ja zu faul zum Guetzlen. Dank dem Christmas-Spiced Chocolate Cake von Nigella Lawson konnte ich dennoch ein richtig weihnächtliches Dessert backen.
  3. Meist komm ich mit den Rezepten von Yotam Ottolenghi nicht klar. Ich weiss nicht warum, aber ich habe da irgendwie ein Verständnisproblem. Ich hab mich dennoch an seinen Butternut Squash and Fondue Pie gewagt. Die Experten können noch so behaupten, dass Fondue auch 2020 unbedenklich sei – mir ist der Appetit für diese vergangen. Dieses Rezept schien mir eine valable Alternative. Ich sollte Recht behalten. Das Ergebnis war zwar nur ein Käsekuchen – aber was für einer!
  4. Man merkt, dass man zu viel in der Küche steht, wenn man ein Party-Filet macht, wenn man Lust auf etwas Einfaches, Unkompliziertes hat. Aber es funktioniert halt immer!
  5. Bild gesehen und gedacht: Will ich auch. Gemacht: Im Nu (logisch, Rezept ist von Melissa Clark). Ergebnis: Super! Gebookmart: Upside-Down Blood Orange Cake.

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Technik

Mein Weihnachtsgeschenk (von mir, an mich)

Natürlich hält einen auch der Apple HomePod gefangen.

Angefangen hat es mit dem billigsten Smartspeaker von Google. Ich brauche den für ein Projekt im Studium, sagte ich mir damals, was dann doch nicht stimmte. Aber ich begann, mit ihm rumzuspielen. Dann musste ich einen neuen Wecker kaufen. Warum nicht digital, also so richtig digital? Darum stellte ich einen Nest Hub neben mein Bett. Und plötzlich war es normal, einfach in den Raum zu rufen, wenn ich Musik hören oder das Licht ausschalten wollte.

Dann musste ich mir zugestehen: Vielleicht ist dieses Sprachbefehlzeug, an das ich lange nicht so recht glauben wollte, ja doch auch etwas für mich.

Ein bisschen Smarthome hab ich mit Philips-Hue-Lampen in vier Zimmern ja schon. Wenn ich nächstes Jahr eine neue Wohnung beziehe, kommt sicher noch das eine oder andere Gadget hinzu. Gleichzeitig war ich mit der Art, wie ich Musik höre, nicht mehr zufrieden. Also musste in Smartspeaker her. Ausrede: Das schenk ich mir zu Weihnachten.

Konsequent wär nun Nest Audio gewesen, doch ich wollte mir was «Richtiges» gönnen. Ökonomisch korrekt wäre ein Ikea Symfonisk gewesen (davon hat mein WG-Kollege schon ein paar in der Wohnung verteilt), aber der ist mir zu wenig smart – ich will mit dem sprechen können. Also ein Sonos One oder gar ein Bose Home Speaker? Schon, aber…

Aber wenn ich so ein System aufbaue, gebe ich einmal mehr Kontrolle an Google und/oder Amazon ab. Es ist schon schwer genug, sie daran zu hindern, Kontrolle über mich, mein Leben und meine Werkzeuge zu haben, und noch schwieriger, sie loszuwerden. Wenn ich sie in meine Wohnung lasse, bring ich sie nie wieder raus.

Mit diesen Überlegungen verschwindet die riesige Auswahl an Smartspeakern fast vollständig. Übrig bleibt nun einzig der HomePod.

Also wieder mal Apple!

Ganz glücklich macht mich das nicht. Ich bin schon fest genug ans Ökosystem von Apple gekettet, nun bindet mich Cupertino noch enger an sich. Andererseits vertrau ich Apple halt mehr als Google und Amazon, es ist die Firma, die ich – wenn ich noch weitere Lautsprecher kaufe – am ehsten in mein Schlafzimmer und in die Küche lassen mag.

Der Lautsprecher selber ist übrigens wirklich so sexy wie in der Werbung und überraschend schwer, das verleiht im Gravitas. Allerdings – und das überrascht mich, weil ich ja kein Audiophiler oder Musiker bin – haut mich sein Klang nicht aus den Socken. Ich hätte mir ein bisschen mehr Klarheit gewünscht.

Aber er petzt – hoffentlich – nicht weiter, wann ich aufstehe und mit wem ich telefoniere.

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Kochen & Essen

Eine Tradition macht Pause

Meiner ist der links.

In unserer Zweier-WG laden wir alljährlich am Samichlaus-Tag Freunde zum «Grittibänzen» ein. Wir stellen ein, zwei Kilo Zopfteig auf den Tisch, dazu die passenden Accessoires und lassen unsere Gäste Teigmänner bauen und backen. Dazu gibt’s wärmende Suppen und Schaumweine (und Tee). Eigentlich besitzt der Advent ja schon mehr als genügend Events, da braucht’s das nicht auch noch, aber weil das stets ein lockerer und lustiger Abend wird, quetschen sich jeweils bis zu zehn Leute in unsere kleine Küche.

So was geht dieses Jahr natürlich nicht. Darum sagten wir den Anlass ab und führen das im ganz kleinen Kreis durch – die WG und ein Gast. Jeder machte zwei Grittibänze, und wie üblich gibt es Suppe und Schaumwein (und Tee). Was fehlt, ist der Rummel, sind die Menschen.

Wir freuen uns heute sehr auf das Danach.

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Wandern Zürich

Spaziergang im Nebel

Türlersee

Am Türlersee.

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Unterwegs

Weihnachten is coming

Bei Uitikon.

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Kochen & Essen

Nicht ganz gebacken

Eigentlich hätte ich hier heute eine neue Serie starten wollen. Zum Thema Backen und so. Doch dann passierte dies:

Keine Ahnung.

Ich hab mich exakt ans (nicht besonders anspruchsvolle) Rezept gehalten, doch als ich die Küchlein aus der Form nehme, flutschen sie auseinander. Offensichtlich sind sie noch lange nicht fertig gebacken. Schade und doof.

Das frustriert mich jetzt gerade ein bisschen. Mal gucken, ob und wann ich Lust auf diese neue Serie habe.

In der Zwischenzeit mach ich erstmal einen Mississippi-Cake nach einem Rezept von Betty Bossi. Wegen Geling-Garantie und so.

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Technik Unterwegs Zürich

Ein schöner Trost

Ich habe ein neues Mobiltelefon. Zu seinen Features gehört, dass es 5G-tauglich ist. Angeblich.

Ich habe im Internet gelesen, dass mein Mobilfunkanbieter entlang des Zürcher Nordrings entsprechende Antennen aufgestellt habe. Um dieses neue, schnelle, aufregende Internet zu testen, laufe ich also dahin. Vergebens. Wie auch immer ich mein Mobile halte, wohin ich es auch schwenke, auf dem Display ist nur immer der «4G»-Schriftzug zu lesen.

Dieses 5G entdecke ich also nicht. Dafür passiere ich auf meinem Sonntagsspaziergang den Büsisee, und das ist zumindest ein schöner Trost.